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- Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg, Stuttgart
- Landesstiftung Baden-Württemberg, Stuttgart
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Togo
Lomé: Einrichtung einer Frauengesundheitsstation
Hintergrund
In Togo leben 80 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft, die von großer wirtschaftlicher Bedeutung für das Land ist. Trotzdem ziehen viele junge Leute und Frauen, auch aus dem Projektgebiet, mit ihren Kindern in die Hauptstadt, um dort Geld zu verdienen. Dort leben sie dann meist in slums und die Kinder ohne Schulbildung auf der Strasse. Eine bessere Gesundheitsversorgung, Notfallhilfe, medizinische Vorsorge und Beratungshilfe am Ort, Arzneimittelausgabe, Hygieneberatung, AIDS- und Beschneidungsprävention auf dem Land, kann zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen und die Landflucht stoppen, die aufgrund der sich verschlechternden ökonomischen Bedingungen in Togo, insbesondere auch im Projektgebiet, wieder steigt.
Die am Projektort ansässige Bevölkerung ist von epidemischen Erkrankungen, vor allem von Malaria bedroht. Man muss lange Wege, bestenfalls mit dem Eselskarren in Kauf nehmen, um zur nächsten Gesundheitsstaion zu kommen. Viele Menschen wissen nichts über Krankheiten, die Frauen wenig über Kinderernährung oder Hygiene, Beschneidungen kommen immer noch vor. Die ortsansässigen Fulbe und Muslime beschneiden Ihre Mädchen noch häufig, allerdings wird es inzwischen verheimlicht.
Die nächste Gebärstation ist im Hospital in Bethesda, 40 km entfernt Die nächste Gesundheitsstation ist Kpalimé (Hôpital Régional), circa 100 km von Dévélébé entfernt. Da es keine motorisierten Fahrzeuge in den Dörfern gibt, dauert es sehr lange, bis man Kranke dorthin gebracht hat. Kürzlich ist eine Frau wegen des hohen Blutverlustes gestorben und nur ihr Baby hat überlebt.
Das Projekt geht auf die Initiative der Dorfbewohner, vor allem der dortigen Frauengruppe zurück, um den Gesundheitsnotstand unter den Frauen, Kindern und alten Menschen zu lindern. Auf die Initiative der Frauengruppen geht es auch zurück, dass künftig im UVS für die Dorfbewohner, vor allem für die Frauen, über Hygiene, Ernährung, Schwangerenvorsorge, Familienplanung und Aufklärung über Krankheiten wie Malaria, AIDS-Prävention, Gesundheitsschäden durch die Beschneidung informiert und ausgebildet werden soll.
Devélébé: Bau der Gesundheitsstation
In Dévélébé/Togo, im Buschland 110 km nördlich der Hauptstadt Lomé, entstand zwischen 2005 und 2007 eine ländliche Gesundheitsstation (Unité Villagoise de Santé). materra und das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) haben den Bau der Gesundheitsstation finanziert, die heute als Anlaufstelle für Geburtshilfe, Schwangerenvorsorge, als Notfallambulanz, Apotheke und Beratungsstelle für Frauen in Hygiene, Kinderernährung, Impfungen, AIDS, Gesundheitsberatung (v.a. Malaria) Beschneidungsprävention und Frauenrechte sowie Einkommensgenerierenden Maßnahmen dient.
Die Gesundheitsstation versorgt eine Bevölkerung von mehr als 5.000 Menschen und befindet sich im Mittelpunkt einer Streubesiedelung im Umkreis von 15 Kilometern. Eine Grundschule und ein Fußballplatz ergänzt die Infrastruktur. Über Sonnenkollektoren werden die Kühlung der Medikamente, die Beleuchtung der Gesundheitsstation sowie der Betrieb einer Solarpumpe für die Wasserversorgung der Bevölkerung sichergestellt.
Über die solare Energieversorgung ist die Bevölkerung besonders glücklich, denn ein Stromaggregat musste bisher mit teurem Diesel betrieben werden und sein Betrieb verursachte viel Lärm.
Der Errichtung des Gesundheitszentrums wurde durch die Bevölkerung der Gemeinden initiiert und über die togolesische NRO VIAD (Village Initiative Action et Dévéloppement), die Grund und Boden zur Verfügung stellte und das Projektdurchführung organisierte, verwaltet.
