Rechenzentrum und Bibliothek zur Ausbildung von Hebammen und Krankenschwestern im Kongo

Einrichtung eines Rechenzentrums und einer Bibliothek in der Krankenpflegeschule in Mosango (Demokratische Republik Kongo)

Land: Demokratische Republik Kongo
Projektträger: Katholische Pfarrei im Bistum Kikwit in der DRK
Fördersumme: EUR 50.000,–
Laufzeit: 2020
Projektleitung: Dr. Willy Manzanza
Kontakt: s.moeller@moeller-moeller.de

Mosango hat ein Kreiskrankenhaus mit 540 Betten und 16 Gesundheitsstationen (Außenstationen), die zuständig sind für die medizinische Versorgung von über 90.000 Einwohnern in einem Umkreis von 70 km. Die günstige Lage, nahe der Hauptverkehrstrasse zwischen Kinshasa und Kikwit, und der gute Ruf des Krankenhauses sorgen für großen Zulauf.

Die Schule wurde im September 2008 eröffnet und organisiert zwei Ausbildungsfächer: für Krankenschwester/Krankenpfleger und für Hebammen. Die Auszubildenden kommen nach Abschluss der 10. Klasse und sind ca. 16 Jahre alt. Der Unterricht findet in der Schule statt, der praktische Teil der Ausbildung dagegen im nahe gelegenen Krankenhaus Mosango (ca. 2 bis 3 km von der Schule entfernt). Hier im Krankenhaus und in den dazu gehörenden Außenstationen (Gesundheitsstationen oder Gesundheitszentren) absolvieren die Auszubildenden auch ihr jährliches 4-Wochen-Praktikum.

Hebammen-Absolventen des Jahrgangs 2015-2016 am Tag ihrer Abschlussprüfung

Die Lehrkräfte verfügen über einen Studiumsabschluss in medizinischen Wissenschaften bzw. in der Krankenpflege. Manche (dabei zwei Ärzte) sind Angestellte im Krankenhaus.

Die Berufsausbildung zu Krankenschwester/Krankenpfleger oder Hebamme im Kongo dauert 4 Jahre und endet mit einem staatlich anerkannten Abschlusszeugnis, welches den Absolventen zugleich die Zulassung an der medizinischen Hochschule ermöglicht. Anstellungsmöglichkeiten nach der Ausbildung gibt es in der Region Mosango oder in anderen Gesundheitseinrichtungen im Land.

Seit der Eröffnung der Schule 2008 bis jetzt haben 128 Auszubildenden (77 Mädchen und 51 Jungen) ihre Ausbildung erfolgreich beendet: 30 Hebammenn und 98 Krankenschwester/Krankenpfleger. Von diesen 128 arbeiten 117 in der Region Mosango, landesweit und sogar in Nachbarländern (Angola, Kongo-Brazzaville und Kamerun), 7 studieren an einer Hochschule, 4 sind leider bereits verstorben.

Die Schule kann mit den Elternbeiträgen gerade noch die laufenden Kosten decken, da in der äußerst schwierigen Wirtschaftslage des Kongos viele Eltern das nötige Schulgeld für ihre Kinder kaum bezahlen können. Für alle Investitionskosten (Bau von Gebäuden, Inneneinrichtung, Anschaffung von Lernmaterial, Wasser- und Stromversorgung, usw.) ist die Schule überwiegend auf Hilfe von außen angewiesen.

Schülerinnen und Schüler bei einer Aufklärungskampagne für Frauen und Kinder in einem Dorf, ca. 50 Km von der Schule in Mosango entfernt.

Das Ausbildungsprogramm sieht einen Informatikkurs vor. Doch die Schule verfügt nur über 5 Computer für mehr als 100 Auszubildenden und ca. 20 Lehrkräfte und Angestellte. Auch die Schulbibliothek hat einen kleinen Bücherbestand.

Mit der Einrichtung eines Rechenzentrums und einer gut ausgestatteten Bibliothek kann die Schule diese Lücke füllen. Dazu benötigt sie finanzielle Hilfe für den Bau eines Gebäudes (mit einem Computeraum, einer Bibliothek und zwei kleinen Büroräumen), für die Inneneinrichtung, für Bücher und für die Anschaffung von Computern, Drucker und Material für Solarenergie.

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